Wissenswertes über Aquatraining

/Wissenswertes über Aquatraining

Was versteht man unter Aquatraining?

Aquatraining ist ein Ganzkörpertraining sowohl im tiefen als auch im flachen Wasser. Es nutzt die physikalischen Eigenschaften des Wassers. Der Körper soll gezielt gegen den Wasserwiderstand eingesetzt und das Wasser als Trainingsgerät genutzt werden.
Es will der Erhaltung und Steigerung der Gesundheit, der persönlichen Fitness und des Wohlempfindens dienen.
Und – mit der uns bekannten, früher praktizierten Wassergymnastik hat das heutige, moderne Training schon lange nichts mehr zu tun!

Ziele des Aquatrainings

Verbesserung der

Ausdauer
Kraft
Koordination
Beweglichkeit

Unter Ausdauer versteht man im Sport die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegen Ermüdung. Eine bestimmte Belastung soll über einen möglichst langen Zeitraum aufrecht erhalten werden.
Unter Kraft versteht man den Zuwachs an Muskulatur, sowohl quantitativ als auch qualitativ.
Koordination ist die Fähigkeit motorische und sensorische Abläufe zusammenspielen zu lassen.
Unter Beweglichkeit versteht man im sportmotorischen Sinn, Bewegungen mit der erforderlichen Schwingungsweite ausführen zu können. Definiert ist die Beweglichkeit über Gelenkigkeit und Dehnungsfähigkeit.

Einfluss des Aquatrainings auf unseren Körper

Abhärtung
Der Kältereiz des Wassers trägt zur Stärkung des Immunsystems bei, Sie werden unempfindlicher gegen Erkältungen. Durch die hohe Wärmeleitfähigkeit des Wassers kommt es zu einer erhöhten Wärmeabgabe des Körpers. Zur Regulierung der Körpertemperatur ziehen sich die Blutgefäße zusammen und dehnen sich wieder nach Verlassen des Wassers. Man spricht hier von dem so genannten Saunaeffekt.
Atmung
Durch den Wasserdruck wird die Ausatmung vertieft. Lunge, Herz und Kreislauf werden zu vermehrter Tätigkeit angeregt und evtl. bestehende Kreislaufschwächen werden vermindert. Die Atemmuskulatur wird gekräftigt.
Ausdauer
Das Training im Wasser ist schon bei geringer Wiederholungszahl mit einer intensiven Herz – Kreislauf – Belasatung verbunden. Das Herz – Kreislaufsystem wird gestärkt und das ca. 5 x effektiver als an Land. Der Wasserwiderstand gegen den Sie bei den Übungen antreten, ist ca. 1000 x dichter als der Luftwiderstand.
Beweglichkeit
Der Aufrtrieb bewirkt, dass die Gelenke vom Körpergewicht entlastet sind. Sie können sich freier bewegen, Ihre Sehnen, Bänder und Muskeln werden schonend trainiert.
Bewegungssicherheit
Um im Wasser das Gleichgewicht nicht zu verlieren, baut der Körper immer eine gewisse Grundspannung auf. Diese wirkt sich kräftigend auf Rumpf – Rücken – und Bauchmuskulatur aus. Sie haben weiterhin im Wasser die Möglichkeit völlig neuer Bewegungserlebnisse, da Sie keinerlei Stürze oder Verletzungen befürchten müssen. Es gibt keine hektischen, ruckartigen Bewegungen, im Gegenteil, die Bewegungen werden abgefedert.
Durchblutung
Der Wasserdruck verbessert die Durchblutung, fördert den venösen Rückfluss zum Herzen und den Stoffaustausch im Gewebe.
Herztätigkeit
Der hydrostatische Druck verschiebt das Blut zum Herzen. Es lässt das Herz somit kraftvoller, langsamer und damit ökonomischer schlagen. Der Wasserdruck wirkt wie eine Art Venenpumpe. Bei regelmäßigem Training kann der Ruhepuls um rund 15 Schläge pro Minute reduziert werden. Das sind ca. 8000 Schläge in 24 Stunden!
Hautmassage
Durch den Druck und den Widerstand des Wassers wird die Haut immer gleichmäßig massiert und durchblutet. Sie ist aktiviert und widerstandsfähiger. Die Lymphen werden angeregt, der Stoffwechsel angekurbelt. Und im Übrigen verhindert die gleichmäßige Massage einen Muskelkater!
Muskelkraft
Der Wasserwiderstand passt sich der eingesetzten Musklekraft an. Dadurch werden Überlastungen vermieden. Es werden beim Aquatraining immer alle Muskelgruppen beansprucht, auch und gerade die Bauch – und Rückenmuskulatur des Oberkörpers, die sonst oft vernachlässigt wird. Wenn die benötigte Muskelspannung intensiviert werden soll, erhöht man entweder die Bewegungshäufigkeit der Übung oder/und setzt sogenannte Wasserwiderstandsverstärker, wie z. B. Hanteln oder die Aquadisc ein. Hiermit kann man gezielt bestimmte Muskelgruppen trainieren.
Wohlbefinden
Die Reizempfindlichkeit des vegetativen Nervensystems ist im Wasser herabgesetzt, was zu einer allgemeinen muskulären und psychischen Entspannung beiträgt.
Übergewicht
Bei einem zwei – bis dreimaligem, wöchentlichen Training und einer zusätzlichen Ernährungsumstellung, kann das Gewicht relativ schnell reduziert werden.

Aquatraining ist ein echter Fettkiller!!!

Das Training im Wasser verbraucht bei intensiver Nutzung mehr Kalorien als der gleiche Übungsinhalt an Land. Da man im Wasser leichter friert, wird der Stoffwechsel stärker angeregt, der Körper verbraucht viel Energie, da ihm das Wasser durch seinen Druck einen hohen Bewegungswiderstand entgegensetzt. Vor allem Körperfett wird dadurch sehr schnell abgebaut.
Kalorienverbrauch pro 30 min. intensivem Aquajogging ca. 400 Kcal.
Im Vergleich dazu 30 min. Joggen an Land ca. 200Kcal., also etwa die Hälfte!
Ich hoffe, ich konnte Ihr Interesse ein wenig wecken. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.